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9Mrz/120

Push-Up Bars: Gelenkschonende Liegestütze?

Neben Klimmzügen kann man zuhause auch hervorragend Liegestütz machen. Ich besitze selbst ein paar Push-Up Bars und dachte mir, wieso sollte ich nicht auch darüber einen Artikel schreiben? Es geht hier ja nicht nur um Klimmzugstangen, sondern allgemein um Fitness zuhause. Push-Up Bars sind eine Art Haltegriffe, die man auf den Boden legt, mit den Händen umgreift und dann als Stütze für Liegestütz benutzt. Zum Verständnis: Bei den klassischen Liegestütz dient die flache Hand auf dem Boden als Stütze.

Doch ihr werdet euch fragen: "Push-Up Bars? Liegestütz kann ich doch auch ohne Hilfsmittel machen!" - das stimmt zum Teil, doch nicht komplett. Ich erkläre euch, wieso.

Liegestütze: Schlecht für die Gelenke?

Die Beschriftungen sind nicht weiter wichtig, es geht um die Stellung der Hand. Klicken zum Vergrößern.

Push-Up Bars haben einen klaren Vorteil, den ich euch nicht enthalten und direkt am Anfang nennen möchte. Jeder von euch (inklusive mir), der schon mal eine Zeit lang intensiv mit Liegestütz trainiert hat, dürfte es kennen: Schmerzen in den Handgelenken. Die Handgelenke werden nämlich bei den klassischen Liegestütz, bei denen sich die Hände flach auf dem Boden abstützen, sehr stark belastet. Das hat zwei Gründe.
Zum einen lastet auf den Handgelenken etwa das halbe Körpergewicht (die andere Hälfte auf den Füßen, logisch) - ziemlich viel und keine übliche Belastung. Zum anderen ist das Handgelenk in einer sehr extremen Stellung, nämlich in der sogenannten Extension, wie ein Arzt es mir mal erklärt hat. Das kann man sich anhand des Bildes rechts ungefähr so vorstellen: Man streckt die Hand flach aus, mit der Handfläche nach vorne, so wie beim Winken. Dann kippt man die Hand im Handgelenk nach hinten, also zu sich. Das ist eine Extension, in dieser Stellung ist das Handgelenk auch bei Liegestütz. Und zwar sehr weit in der Extension!

Diese beiden Faktoren kombiniert sind meist die Hauptursache für Schmerzen in den Handgelenken nach vielen Liegestütz - es lastet eine hohe Belastung auf Handgelenke, die sich nicht in der optimalen Stellung befinden, um eine hohe Belastung gut zu ertragen.

Und genau an diesem Punkt setzen Push-Up Bars auch genau an.

Push-Up Bars: Der klare Vorteil

Klicken zum Vergrößern

Bei Push-Up Bars (siehe Bild) befindet sich das Handgelenk nicht annähernd in einer so starken Extension wie bei klassischen Liegestütz. Dadurch, dass die Hände die Griffe umgreifen können, lastet zwar immer noch viel Gewicht auf den Handgelenken, doch diese stehen nur noch in einer leichten Extension, was bei den meisten Leuten, die regelmäßig Liegestütz machen, dann kein Problem mehr darstellt.

Und einen weiteren Vorteil gibt es auch noch: Man kann bei den Push-Up Bars verschiedene Liegestütz-Griffe variieren, indem man beide Griffe (Bars) um 90° dreht. So lassen sich entweder klassische Liegestütz trainieren, in denen die Hände so stehen, als würde man eine Stange von sich wegschieben, oder im sogenannten Hammergriff Liegestütz machen, die etwas weniger Brust- und dafür mehr Trizeps-intensiv sind.

Hersteller & Produkte

Ich habe mir Ende 2010 die Perfect Pushup Bars gekauft, diese werden in Deutschland nach meiner Recherche allerdings leider nicht mehr verkauft.

Mixed Martial Arts Push Up Stand Bar - Liegestütz-Griffe aus Stahl (29,90 €)
Mit 4,5/5 Sternen Kundenbewertungen das am besten bewertetste Produkt bei Amazon. Der Durchmesser der Griffe ist für die meisten Menschen optimal.

Premium Liegestütz-Griffe / Push Up Stand Bar (13,90€)
Eine etwas günstigere Variante, mit 4,0/5 Sternen etwas schlechter bewertet, aber öfter verkauft. Es wird aber oft bemängelt, dass die Griffe einen zu kleinen Durchmesser haben und es daher zu schmerzhaften Druckstellen kommen kann - und Schmerzen wollten wir mit den Griffen doch eigentlich vermeiden. Wenn man das Geld sparen möchte, rate ich dazu, sie einfach mal auszuprobieren und sonst innerhalb 14 Tage zurückzuschicken. Alle Menschen sind unterschiedlich gebaut und nicht alle werden das Problem mit dem zu kleinen Durchmesser haben.

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